09/09/2015

Christus ja – Kirche nein. Warum? – Folge 12

Jesus von Nazareth erlitt am Kreuz einen der schmerzvollsten Tode, die man sich vorstellen kann, weil es Seine Gegner so wollten. Für die Kirche jedoch ist das furchtbare Marterkreuz der “Thron”, den Er angeblich freiwillig bestieg und seine Kreuzigung betrachtet sie als “Geburtsstunde” ihrer Institution.
In gewisser Weise stimmt das, denn am Marterkreuz hat man Ihn, den Christus Gottes, zum Schweigen gebracht, und von nun an redeten – angefangen mit Paulus – die Theologen. Doch Jesus von Nazareth ist der Freie Geist. Er hat niemals eine Kirche gewollt, geschweige denn gegründet. Er setzte keine Priester oder Pfarrer ein und trug niemandem auf, Kirchen aus Stein zu bauen, denn jeder Mensch ist der “Tempel des Heiligen Geistes”. Der mutige junge Mann aus Nazareth sprach auch nicht von Altären, nicht von Kanzeln, nicht von Sakramenten. Er rief Menschen schlicht in die Nachfolge, nicht aber in Pfarr- oder gar Bischofsamt. Jesus von Nazareth lehrte auch keine Dogmen und hat niemals gesagt, dass der Glaube allein genüge. Er schrieb keine angeblich fehlerfreie Bibel, sondern sprach: “Das Reich Gottes ist inwendig in euch.” Er kündigte Propheten an und keine kirchliche Amtshierarchie. Jesus von Nazareth war ein Mann des Volkes und Er war gekleidet wie das Volk, nicht in Purpur und Scharlach, wie es von der “Hure Babylon” in der Offenbarung des Johannes, im letzten Buch der Bibel, heißt. Jesus trug weder einen Fischkopfhut wie die Baalspriester und die katholischen Bischöfe, noch inszenierte Er ein Brimborium mit Weihrauch, Weihwasser, Litaneien und Glöckchen wie die heutige Priesterkaste. An Seine Nachfolger richtet der Seher Johannes auch die Gottes-Worte: “Tretet aus von ihr, Mein Volk, damit ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und empfangt von ihren Plagen,” gemeint ist die “Hure Babylon”, nach der Auslegung vieler Gelehrter ein Bild für die endzeitliche Kirche.
Jeder kann es natürlich anders halten und sich für die Kirche entscheiden, denn jeder ist frei, und die Religionsfreiheit für alle gesetzestreuen Religionen ist ein hohes ethisches Gut. Aber er sollte sich dann vom Betrug distanzieren, als wäre sie, die Kirche, “christlich”, obwohl sie Ihm, Jesus, dem Christus, dem Freien Geist, in allem Wesentlichen widerspricht. Diesem Betrug gegenüber gilt das “Nein”; deshalb auch die Aufklärung über die wahren Hintergründe der kirchlichen Institutionen. Christus wird rehabilitiert und die Schliche Seines Widersachers werden entlarvt, der sich zu Unrecht mit dem Etikett “christlich” schmückt.

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