06/06/2019

Immer mehr Männer der höheren Kirchenhierarchie der pädophilen Verbrechen überführt

Die Schwerverbrechen von Pfarrer John Geoghan kamen ans Tageslicht, weil die Zeitung Boston Globe im Jahr 2001 sich nicht einschüchtern ließ. 130 Kinder hatte er vergewaltigt oder anderweitig sexuell missbraucht, das jüngste war vier Jahre alt. Sein Kardinal Bernard Law hatte ihn immer nur von einer auf die andere Stelle versetzt, wo er sich neue Opfer suchte.
Dieses Vorgehen war kein Einzelfall, wie sich bald heraus stellte, sondern das übliche. In jüngerer Zeit kam ans Tageslicht, dass Bischöfe und Kardinäle nicht nur maßgebliche Verbrechensvertuscher waren, sondern auch selbst angeklagt werden, Kinder vergewaltigt zu haben.
Nach jeder Veröffentlichung betont der Papst die angebliche “Null Toleranz” der Kirche, doch immer weniger Menschen fallen auf diese Beteuerungen herein, wenn sie hören, was tatsächlich mit den Tätern geschieht, wofür in dieser Sendung einige Beispiele genannt werden. “Alles nur Fassade”, urteilt dazu beispielsweise in Deutschland die Nordwestzeitung. So dauerte es beispielsweise 2 1/ 2 Jahre, bis ein des “Missbrauchs” bzw. der Kindervergewaltigung beschuldigter Bischof intern belangt wurde. Mit “Samtpfoten” werden sie in der Regel angefasst, und die Kirchenbürokratie bietet immer wieder Möglichkeiten, dass Konsequenzen verschleppt werden.
Viele Opfer begingen Selbstmord, weil sie in ihrem Leben nicht mehr zurecht kamen. Dem voraus ging meist ein Seelenmord, weil die Schwerverbrecher im Talar ihre Schandtaten auch unter dem Deckmantel ihrer Religion begingen und unter Berufung auf ihren “Gott”, so dass die Opfer vielfach an diesem Gott verzweifelten, aber den Lügenmoloch dahinter nicht durchschauten.
Die Sendung ermöglicht einen kleinen Blick hinter die Fassade.

Die salonfähige Lüge? (… dass gegen Sexualverbrecher unter Priestern, Bischöfen und Kardinälen in der Kirche energisch vorgegangen würde) – Immer mehr Männer der höheren Kirchenhierarchie der pädophilen Verbrechen überführt bzw. beschuldigt – 11:15 Minuten

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