11/09/2015

Die verfolgten Nachfolger des Jesus von Nazareth – Folge 15

Als Kaiser Konstantin seit dem Jahr 315 die frühkatholische Kirche gegenüber anderen Religionen bevorzugte und ihr Steuern erließ, begann eine neue Welle von Bedrängungen gegenüber den Nachfolgern von Jesus. Im Jahr 380 machte Kaiser Theodosius dann den Katholizismus zur einzigen Staatsreligion und verhängte die Todesstrafe für alle, die sich der Kirche nicht unterwerfen. Grauenhafte Zeiten standen nun denen bevor, die sich um eine Nachfolge von Jesus bemühten: Markion, Mani, Montanus, Origenes, Paulikianer, Bogumilen in Bosnien, Katharer in Südfrankreich, Brüder und Schwestern des Freien Geistes in Frankreich, Italien und Deutschland und viele mehr wurden von der Kirche verfolgt. Die Grundlage dafür steht bis heute – katholisch verbindlich – in dem Lehrwerk “Der Glaube der Kirche” von Josef Neuner und Heinrich Roos: “Die Kirche … muss sie mit peinlicher Sorgfalt alles entfernen und ausmerzen, was gegen den Glauben ist.” (Nr. 381)
Ausmerzen, das war und ist das Prinzip der Vatikankirche über viele Jahrhunderte. Auch viele Gottespropheten wurden auf den Scheiterhaufen der Inquisition verbrannt. In allen diesen Jahren entlarvte sich die Kirche als Gegenspielerin von Jesus, dem Christus. Dennoch behauptet sie weiterhin, sie wäre für Christus. Doch an ihren Früchten kann man sie erkennen, so Jesus von Nazareth in Seiner Bergpredigt.
Und der bekannte deutsche Philosoph Karl Jaspers schrieb im 20. Jahrhundert: “Der biblisch fundierte Absolutheitsanspruch” [der Kirchen] stehe “ständig auf dem Sprung, die Scheiterhaufen für Ketzer zu entflammen.”

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