12/09/2015

Kirchliche Institutionen – Immer auf der Seite der Mächtigen – Folge 18

Bis zum letzten Blutstropfen sollten sich die deutschen Soldaten für Hitlerdeutschland opfern und töten, so Kardinal Graf von Galen aus Münster. Für seine Seligsprechung im Jahr 2005 war das kein Hindernis. Schnell wechselte man nach dem 2. Weltkrieg die Seiten, und es war die Kirche, welche die Wiederbewaffnung Deutschlands forderte, einschließlich Atomwaffen. So erklärten die führenden Moraltheologen der Vatikankirche in Deutschland im Jahr 1958, dass es “nicht notwendig der sittlichen Ordnung” widerspreche und “nicht in jedem Fall Sünde sei”, dass eine Atombombe “eingesetzt”, also abgeworfen würde. Die katholischen Ethiker konstruierten sogar eine Situation, in der es in Zukunft eine katholische “Pflicht” sei, so zu handeln, wie es in Hiroshima und Nagasaki kurz zuvor geschehen war. Der EKD-Vorsitzende Otto Dibelius dachte ähnlich: Die Millionen Opfer erreichten dann eben “umso schneller das ewige Leben”.
Jesus von Nazareth, der Friedefürst, war jedoch Pazifist und lehrte: “Alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen.” Die Kirchenführer lehren das Gegenteil – trotz einiger scheinbar anderslautender Worthülsen -, und sie erweisen sich damit als die ärgsten Gegenspieler des Christus Gottes, da sie auch noch den Namen “Christus” und “christlich” für ihre Zwecke vereinnahmen und missbrauchen.
Der 2015 “heilig” gesprochene Papst Johannes Paul II. betonte anlässlich des Balkan-Krieges 1994: “Wir sind keine Pazifisten”. Diese Einstellung ist seit ca. 1700 Jahren bekannt, auch das Bestreben, sich immer mit den Mächtigen dieser Welt zu verbünden, gleich welcher Staatsform, um sich auf diese Weise selbst Macht und Einfluss zu sichern. So erhalten die Großkirchen in Deutschland im 21. Jahrhundert pro Jahr ca. 18 Milliarden Euro an Steuerbefreiungen und Subventionen, und in Rom soll jedes dritte Haus der Kirche gehören, und nicht nur in Rom. “Der Reichtum der Kirche” ist sprichwörtlich “Blutgeld” und wird weiter vermehrt, während Staaten und ihre Kommunen in der Regel hoch verschuldet sind und sich im Zuge der Flüchtlingswellen noch weiter verschulden, während sich die Kirchen ihr Handeln mit Flüchtlingen – wie sonst auch – überwiegend vom Staat bezahlen lassen.

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