06/06/2019

Klerikale Machtstrukturen als Grundlage für Sexualverbrechen von Priestern

Dem ehemaligen SPD-Politiker Christian Pfeiffer hatten die deutschen katholischen Bischöfe den Auftrag für eine “Missbrauchsstudie” wieder entzogen. Sie wollten die Kontrolle behalten, und Pfeiffer “spielte” hier nicht mit. Im Herbst 2018 erschien die Studie unter anderer Regie dann doch. Originale durften die Autoren aber nicht einsehen, und vieles hatte man zuvor vernichtet. Auch öffnete nur ein Drittel der Bistümer alle Aktenschränke. Und weiter: Wie kam ein Verbrechen überhaupt in diese Akten hinein? Wie hoch ist die Dunkelziffer? Außerdem ließ man die Opfer in katholischen Kinderheimen, Schulen, Internaten und Klöstern weg. Dennoch wurden 3677 Opfer von 1670 Tätern dokumentiert – eine Minimum-Zahl also.

Hinter allen diesen Verbrechen steckt Sytem, eine strukturelle Macht, wie immer mehr Experten darlegen. Hinzu kommen die seit Jahrhunderten üblichen Drohungen von Priestern mit einem angeblich “strafenden Gott”, auch durch Priester, die “Gott” für ihre verbrecherische Triebabfuhr an Kindern missbrauchten und das Kind dahingehend manipulierte, dass er, der Priester, jetzt an ihm, dem Kind, angeblich Gottes Willen vollziehe.
Schon Jesus von Nazareth warnte vor der Priesterkaste Seiner Zeit, deren Nachfolger heute im kirchlichen Gewand ihr Unwesen treiben. Sie haben “den Teufel zum Vater”, “der ein Mörder und Lügner ist von Anfang an”.

Die salonfähige Lüge? (dass in der Vatikankirche nach der Erschütterung nun ein neuer Aufbruch erfolge) – Klerikale Machtstrukturen als Grundlage für Sexualverbrechen von Priestern – 8:40 Minuten

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