11/09/2015

Teuflische Kriege im Namen Gottes, Teil 1 – Folge 16

Der katholisch “heilige” Kirchenvater Augustinus lehrt: “Was hat man denn gegen den Krieg? Etwa dass Menschen, die doch einmal sterben müssen, dabei umkommen?” Im Urchristentum wurden Soldaten nicht in die Gemeinde aufgenommen, seit Kaiser Konstantin wurde in der frühkatolischen Kirche ausgeschlossen, wer sich weigerte, in den Krieg zu ziehen. Unter dem Motto “Verflucht sei der Mensch, der sein Schwert vom Blut zurückhält”, rief der “heilige” Papst Gregor VII. im 11. Jahrhundert zu einem Krieg gegen türkische Seldschuken auf, womit die Kreuzzüge eingeleitet wurden.
In jüngerer Zeit fälschte die Kirche für ihr Tötungsverlangen in den Kriegen sogar ihre Bibel. Anstelle von “Du sollst nicht töten” heißt es jetzt in der katholischen Einheitsübersetzung nur noch: “Du sollst nicht morden”. Also “töten” sei schon erlaubt, z. B. im Krieg, nur eben nicht “morden”.
Doch was hat das Opfer davon, wenn es von nun an “nur noch” getötet wird und nicht mehr ermordet? Die Institutionen Kirche haben die Friedenslehre des Jesus von Nazareth in das völlige Gegenteil verkehrt, was sich auch im 20. Jahrhundert immer wieder zeigte, als der Vatikan die Kriege des faschistischen Spanien, die Kriege des faschistischen Italien oder den Krieg Hitler-Deutschlands gegen die Sowjetunion und viele weitere Kriege unterstützte und förderte. Die Militärpfarrer trieben die Soldaten an, das antichristliche Vernichtungswerk zu vollbringen, oft gleichzeitig auf beiden Seiten der jeweiligen Front – und das alles im Namen des Friedenslehrers Jesus von Nazareth, den man auf das Übelste missbraucht und verhöhnt. Deshalb sind die Kirchen katholisch oder evangelisch, aber nicht christlich.

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