26/11/2019

Politik will “starke Kirchen” – Warum?

Traurig, traurig, traurig. Der CSU-Vorsitzende Markus Söder möchte, dass sich Staat und Kirche “gemeinsam Halt geben”. Der Staat sollte doch stattdessen dem Volk Halt geben, denn schließlich zahlt es Hunderte von Milliarden Euro an Steuergeldern. Die weltanschauliche Neutralität des Staates wird von dem CSU-Politiker ganz bewusst untergraben und es wird auch noch wie wie selbstverständlich in der Presse erwähnt. “Starke Kirchen”, wie sie sich Markus Söder wünscht, haben Verbrechen in einem unvorstellbaren Ausmaß begangen und beispielloses Unheil über die Menschheit gebracht.
Der Autor Karlheinz Deschner schrieb mehrere Bände seiner “Kriminalgeschichte des Christentums”, die man besser “Kriminalgeschichte der Kirche” nennen müsste, denn der Name “Christus” wird von den kirchlichen Institutionen nur missbraucht, wie einfache Vergleiche zwischen den Kirchenlehren und dem kirchlichen Tun mit der Lehre und dem Tun von Jesus von Nazareth ergeben.

Und wer sich heute zum Vasallen der Religionstradition macht, macht sich damit auch zum Förderer eines Milieus, in dem Vergewaltigungen von Kindern und Nonnen in jüngerer Zeit hunderttausendfach dokumentiert sind. Und er bekennt sich zu Gewaltveherrlichungen vielerlei Art von den angeblich “gerechten” Kriegen über Jahrhunderte und den alltäglichen Tierqualen bis hin zur Produktion und Export modernster Tötungswaffen in unserer Zeit unter dem ethischen Führungsanspruch dieser Religionen und ihrer führenden Vertreter.

Doch Menschen brauchen keine Religionen, sondern hoffen auf das neue Zeitalter ohne Religionen und ohne Priester, in vielen Ankündigungen “Lilienzeitalter” genannt. Wäre die Gesellschaft nicht dermaßen religionsindoktriniert, dann wäre ein Amtsenthebungsverfahren gegenüber dem Ministerpräsidenten Bayerns die logische Konsequenz.

Die salonfähige Lüge? – Politik will “starke Kirchen”, warum? – 10:35 Minuten

Ähnliche Videos