05/12/2019

Die Unterdrückung gerechter Frauen und Gottesbotinnen durch die evangelische Kirche

(15) Seit Jahrtausenden werden Frauen durch die herrschende Männerwelt unterdrückt. Besonders tun sich hier die Religionen hervor. In der Kirche gilt die Anordnung des Paulus “Das Weib schweige in der Gemeinde” sogar als Gottes Wort. Denn alles, was dieser Kirchenlehrer geschrieben hat, gilt den kirchlichen Großkonfessionen als reines “Wort Gottes”. Entsprechend grausam gingen die Theologen und Kirchenführer in den letzten Jahrhunderten mit Frauen um.
Das Stichwort “Hexenverfolgung” markiert nur einen Aspekt des mörderischen Wahns von religiös indoktrinierten Männern gegenüber Frauen.
Und in der Vatikankirche sind diese bis heute noch nicht gleichberechtigt und aus der Machthierarchie komplett ausgeschlossen. Doch auch im Protestantismus wurde die Frau massiv bekämpft.
Ein Beispiel aus der Anfangszeit: Nach der Auflösung der Klöster – die für viele Frauen die einzige Alternative zur Unterwerfung unter einen Ehemann waren – durch die Lutherischen blieb vielen nur die Prostitution. Martin Luther sah – wie die katholischen Kirchenlehrer Augustinus und Thomas von Aquin” – nur als Gebärwesen, die sich durch dauernde Schwangerschaften auch zu Tode tragen könnten. Wörtlich: “Ob die Frauen sich aber auch müde und zuletzt tot tragen, das schadet nichts. Lass sie nur tot tragen, sie sind darum da.” (Weimarer Ausgabe, Bd. 10/2, S. 296)
Noch schlimmer erging es vor allem gerechten Frauen, die als Gottesbotinnen und Prophetinnen wirkten: Marguerite Porete verbrannte 1310 in Paris lebendig und elendiglich auf dem Scheiterhaufen, angeblich, weil sie die von Männern erfundene kirchliche Abendmahlslehre nicht im vollen Umfang glaubte. Sie war ein Beispiel für viele Frauen, die 1699 von dem evangelischen Theologen Gottfried Arnold in seiner “Unparteiischen Kirchen- und Ketzerhistorie” ansatzweise rehabilitiert wurde. Doch sogleich schrieb der lutherische Staatstheologe Johann Heinrich Feustking dazu ein Gegen-Buch, in welchem er im Namen der evangelisch-lutherischen Kirche die vielen ermordeten und verfolgten Frauen wieder verdammte und verurteilte.
In der Sendung “Die Theologen” sprechen Männer, die in unserer Zeit ebenfalls zu “Theologen” ausgebildet wurden, nun über das, was die Kirchen-Religion den Frauen über Jahrhunderte antut und wie dies bis in unserer Zeit nachwirkt. Sie haben der Kirche den Rücken gekehrt. Denn auch wenn die evangelischen Kirchen heute zum Beispiel seit einigen Jahren Pfarrerinnen zulässt, so ist auch dieses Kirchensystem von der Wurzel her gegen die Lehre von Jesus von Nazareth gerichtet. Bei Christus gibt es beispielsweise keine Unterscheidung zwischen Pfarrern, Priestern einerseits und einem Volk andererseits. Er hat niemals Pfarrer, Priester oder Theologen eingesetzt oder die Männerwelt bevorzugt, und für Ihn sind Männer und Frauen in jeder Hinsicht gleichberechtigt – in der Gleichheit der beiden Pole “männlich” und “weiblich”.

♠ Die Theologen, Folge 15: Die Unterdrückung gerechter Frauen und Gottesbotinnen durch die evangelische Kirche – 37:00 Minuten

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